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Bestimmung biogeomorphologischer Rückkopplung zwischen Pflanzen und Sedimentation

2021/11/11 by Bass, Julia, Kleyer, Michael
#Aufwuchs #FOS: Natural sciences #Küsteningenieurwesen #Meeresregionen #Salzwiesen #Sedimentation #Sedimentaufwuchs

paper · doi:10.18171/1.089113

Abstract

Die Halligen vor der Schleswig-Holsteinischen Festlandküste sind von großer soziokultureller und ökologischer Bedeutung. Gleichzeitig sind sie besonders durch einen steigenden Meeresspiegel bedroht, da sie größtenteils nur knapp über dem mittleren Tidehochwasser liegen und keine Möglichkeit der landwärtigen Migration haben. Die einzige Möglichkeit für ein langfristiges Fortbestehen der Halligen ist eine ausreichende Sedimentdeposition und ein daraus resultierendes Aufwachsen der Hallig-Salzwiesen. Die Veränderung der Oberflächenhöhe resultiert aus dem Höhenzuwachs durch Sedimentation und der Höhenabnahme durch Erosion und Verdichtung. Diese Prozesse werden durch abiotische und biotische Faktoren beeinflusst – die Interaktionen sind aber noch nicht ausreichend verstanden. Wir untersuchen mit Hilfe von multiplen Regressionsanalysen wie die Rauheit der Vegetation und die Entfernung zur Halligkante den Aufwuchs der Halligen beeinflussen. Die Analysen zeigten, dass die ausgeprägten lokalen Unterschiede im Aufwuchs der Hallig-Salzwiesen durch die Entfernung zur Halligkante und die Höhe der Vegetation erklärt werden konnten. Den höchsten Aufwuchs gab es nahe der Salzwiesenkante in hoher Vegetation. Diese Ergebnisse legen nahe, die Vegetation in Modellierungen zu den Entwicklungen der Salzwiesen zu berücksichtigen und die Vegetation als zusätzlich Möglichkeit der Regulation der Sedimentation zu nutzen.

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