2021/11/11 by Hache, Ingo, Karius, Volker, von Eynatten, Hilmar
#FOS: Natural sciences #Küsteningenieurwesen #Meeresregionen #SPM #Sedimentakkumulation #Sedimenttransportmodel #Trübemessung
paper · doi:10.18171/1.089112
Auf Hallig Langeneß wurde ein Trübemessnetzwerk errichtet, welches aus sechs Stationen im Watt und zwei Stationen auf der Hallig von Februar 2017 bis März 2020 insbesondere in den Wintermonaten kontinuierlich Trübedaten geliefert hat. Ausgehend von den meteorologischen Parametern, wie Windrichtung und Windgeschwindigkeit, konnten die zeitliche und räumliche Variabilität des SPM (suspended particulate matter) um die Hallig bestimmt werden. Es wurden bis zu elf „Land unter“ im Zeitraum von Dezember 2017 bis Februar 2020 einzeln erfasst und die Sedimentakkumulation auf der Hallig zeitgleich bestimmt. Mit Sedimentfallen konnten Sedimentakkumulationsraten hinter unterschiedlich hohen Halligrauhstreifen („Igel“) gemessen werden. Im Ergebnis konnten SPM-Gehalte vor der Halligkante gemessen werden, die zwar potentiell zur Sedimentakkumulation auf der Hallig beitragen könnten, aber – bedingt durch die jeweiligen Küstenschutzmaßnahmen – nur teilweise ausgeschöpft werden. Der Einfluss der Halligrauhstreifen konnte durch Messung einerseits und Sedimenttransportmodellierung anderseits quantifiziert werden. Eine Anpassung der Küstenschutzbauwerke im Süden der Hallig hat das Potential, die Sedimentakkumulation auf der Hallig zu verdoppeln.