2025/09/05 by Djoukouo Josiane Eunisse KOUASSI
#FOS: Languages and literature
paper · doi:10.48734/akofena.n017.vol.4.22.2025
Zusammenfassung: Diese Arbeit untersucht den Wandel von Geschlechterrollen in Judith Hermanns Erzählband Sommerhaus, später. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Hermann neue Identitätsentwürfe jenseits traditioneller Geschlechterbilder entwirft. Theoretische Grundlage bilden Judith Butlers Konzept der Performativität, Simone de Beauvoirs Verständnis von Geschlecht als gesellschaftlicher Konstruktion sowie Michel Foucaults poststrukturalistische Macht- und Subjekttheorie. Die Analyse zeigt, dass Hermanns weibliche Figuren Selbstbestimmung verkörpern, während männliche Figuren Unsicherheit und Passivität aufweisen. Geschlecht erscheint nicht als fixe Kategorie, sondern als fluide, verhandelbare Identität. Hermanns Texte eröffnen somit neue Perspektiven auf Geschlecht als soziales Konstrukt im literarischen Diskurs. Wichtige Begriffe: Judith Hermann, Geschlechterrollen, Performativität, Selbstbestimmung, fluide Identität