2009/01/01 by Christoph auf der Horst, Auf Der Horst, Christoph
Arts and Humanities · #Arendt #Dichtung #Drittes Reich #Erzählung #Gewalt #H. #Identität #Konzentrationslager #Konzeption #Kriegsgefangener #Linguistic research and analysis #Literature and Cultural Memory #Mensch #Methode #Narration #Narrative Theory and Analysis #Third Reich #Tod #concentration camp #conception #death #human being #identity #method #narration #narrative #poetry #prisoner of war #violence
paper · pdf · doi:10.12759/hsr.34.2009.4.174-187
openalex publication_date 2009/01/01 · openalex created_date 2016/06/24 · openalex updated_date 2026/07/28
Im vorliegenden Aufsatz wird der 'frühe Tod' als der durch eine dritte Person gewaltsam verursachte Tod verstanden. Da sich der eigene Tod jeder nachträglichen Beschreibung entzieht, wird in Anlehnung an Hannah Arendt der gewaltsame Tod auf die Identität des Schreibers bezogen. An einem Beispiel der sogenannten 'Lagerlyrik' bzw. an Fritz Löhner-Bedas 'Der Häftling' wird gezeigt, wie die narrative Identität des Ich-Erzählers und auch des Autor-Subjekts zerstört und wieder stabilisiert werden kann. Grundlage hierfür ist das Konzept der narrativen Identität Paul Ricoeurs.