2009/01/01 by Heidi Sack, Sack, Heidi
Arts and Humanities · Social Sciences · #1918-33) #20. Jahrhundert #Berlin #Bundesrepublik Deutschland #Diskurs #European history and politics #Federal Republic of Germany #German legal, social, and political studies #Historical Studies on Reproduction, Gender, Health, and Societal Changes #Inszenierung #Jugendlicher #Motivation #Presse #Schüler #Selbstmord #Sinn #Tod #Tötungsdelikt #Weimar Republic (Germany #Weimarer Republik #Zeitung #adolescent #death #discourse #historical analysis #historische Analyse #homicide #motivation #newspaper #press #pupil #sense #staging #suicide #the public #twentieth century #Öffentlichkeit
paper · pdf · doi:10.12759/hsr.34.2009.4.259-272
openalex publication_date 2009/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/28
Am Beispiel eines Sensationsprozesses der 1920er Jahre wird hier untersucht, worin das Interesse und die Faszination am Selbstmord in der Weimarer Zeit bestanden. Von der Art der Beschäftigung mit dem eigenen vorzeitigen Tod ausgehend wird übergeleitet zu zeitgenössischen Erklärungsmustern für Selbstmord und seiner Bedeutung als gesellschaftlichem Problem. Der Zugang über einen konkreten Fall macht den zeitgenössischen Selbstmord-Diskurs greifbar und zeigt zugleich, welche Wirkmächtigkeit er besaß. Im Zentrum des Beitrags wird dann untersucht, worin für die Jugendlichen des konkreten Falls der Sinn in der Beschäftigung mit dem eigenen vorzeitigen Tod bestand und welches Interesse die (politische) Presse verfolgte, das Thema in das Zentrum des öffentlichen Diskurses zu rücken.