2021/05/28 by Landkammer, Miriam
#FOS: Arts (arts #FOS: Languages and literature #history of arts #music) #performing arts
paper · doi:10.25536/20210802
In MEMO # 8 „Erzählende Dinge. Funktionen von Objekten für Narrative in Mittelalter und Frühneuzeit“ wird in vier Beiträgen erörtert, in welcher Form Dinge in einer bestimmten Quelle oder einem bestimmten Korpus in die Erzählstrategien eingebunden sind und mit welchen (digitalen) Methoden diese erforscht werden können. Als Ergänzung zu diesen Artikeln haben wir drei Forscher*innen, die sich intensiv mit der Theorie zu Narrativen in Bild und Text bzw. mit Dingtheorie beschäftigt haben, gefragt, welche Rolle sie den Objekten in Narrativen zuschreiben, wie man Narrative definieren kann, welche Bedeutung den Digital Humanities für die Erforschung von Narrativen aktuell oder künftig zukommt und was denn eigentlich ihr Lieblings-Ding in einer Erzählung ist. Sophie Marshall, Juniorprofessorin für Germanistische Mediävistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, fokussiert in aktuellen Forschungsprojekten Ding-Theorie, Geld und Schätze in der Literatur des Mittelalters und digitale Editionen mittelalterlicher Literatur (Thüringische Liederdichter auf ldm-digital.de. Sie leitet das DFG-Netzwerk Dinge in der Literatur des Mittelalters - historische Formen der Ding-Mensch-Relation. Klaus Speidel ist Philosoph, Kunstkritiker und Kurator. In seiner Dissertation an der Sorbonne in Paris setzte er sich mit dem Thema der autonomen Bilderzählung im Einzelbild auseinander. Nach Lehraufträgen an der Sorbonne sowie den Universitäten Konstanz und Wien leitete er 2015 – 2017 das FWF Lise Meitner Projekt Zur experimentellen Narratologie des Bildes im Labor für empirische Bildwissenschaft an der Universität Wien. Werner Wolf hat den Lehrstuhl für Englische und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Graz inne. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. Literaturtheorie (besonders Metatextualität, ästhetische Illusion und Narratologie), Funktionsgeschichte und Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts sowie Intermedialität. Werner Wolf ist Autor von zahlreichen Publikationen zu intermedialer Narratologie sowie zu Narrativität in der bildenden Kunst.