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Happy End oder Aufruhr? Zur Narratologie der ‚keltischen Kunst‘

2010/03/24 by Sabine Rieckhoff · 1 voice
Arts and Humanities · #Memory, History, Trauma, Identity

paper · pdf · doi:10.54799/vbgq3936

openalex publication_date 2010/03/24 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/05/21

Abstract

Kulturen sind immer auch Erzählgemeinschaft en, und Erzählungen berichten von handelnden Menschen. Insofern haben es archäologische Wissenschaften, die die Überreste von Handlungen erforschen, immer auch mit narrativen Medien zu tun, offenen oder verdeckten. Offen narrativ ist im weitesten Sinne alles, was symbolische Bedeutung hatte und geschaffen wurde, um das kulturelle Gedächtnis zu stützen. Die narrativen archäologischen Formen, die bestimmte Erzählungen voraussetzen, die wir nicht kennen, bilden eine erste Ebene. Die Deutungen dieser Erzählformen lassen verschiedene Erzählmuster erkennen, um die es in diesem Beitrag gehen soll. Sie bilden die zweite Ebene und sind ihrerseits in kleine und große Meistererzählungen der dritten und vierten Ebene eingebunden. Am Beispiel einer scheinbar gut erforschten narrativen Kategorie, der so genannten 'keltischen Kunst', die wie kaum eine andere dazu beigetragen hat, die Kelten als homogene 'Kultur', als 'Volk' im historischen Diskurs zu etablieren, möchte ich zeigen, wie Erzählmuster entstehen und funktionieren, wie sie den Diskurs beeinflussen und kollektives Wissen konstituieren.

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