1993/01/01 by Susanne Babl, Babl, Susanne
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paper · pdf · doi:10.15464/isi.9.1993.5-10
openalex publication_date 1993/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01
In jeder Gesellschaft ist ein gewisses Ausmaß von Kriminalität normal. Steigt die Kriminalität jedoch ungewöhnlich oder stetig an, so kann dies als Indikator für eine Beeinträchtigung der Lebensqualität angesehen werden. Die Beschreibung der Sicherheitslage durch die amtliche Kriminalberichterstattung reicht jedoch zur Beurteilung der Wohlfahrtsminderung durch Kriminalität nicht aus. Die Zufriedenheit der Bürger mit dem Schutz vor Kriminalität, die Beunruhigung über Kriminalität sowie das Gefühl persönlicher Bedrohung sind dafür ebenfalls von Bedeutung. Die Gegenüberstellung objektiver und subjektiver Indikatoren der Kriminalität zeigt, daß die Wahrnehmung der Öffentlichen Sicherheit nicht in Übereinstimmung mit der Entwicklung und Verteilung der faktischen Kriminalbelastung stehen muß.