1988/01/01 by Klaus Fischer, Fischer, Klaus
Arts and Humanities · #Deutsches Reich #Emigration #German Reich #Methodologie #Nationalsozialismus #Nazism #Physik #Twentieth Century Scientific Developments #Wissenschaft #Wissenschaftler #emigration (polit. or relig. reasons) #methodology #physics #science #scientist
paper · pdf · doi:10.12759/hsr.13.1988.4.99-121
openalex publication_date 1988/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/08/04
Die Zuverlässigkeit von quantitativen Untersuchungen zum 'Emigrationsverlust', den die deutsche Wissenschaft in den Jahren 1933 bis 1945 erlitten hat, ist stark abhängig von der korrekten Wahl der Bezugsgruppe. Eine Analyse des Emigrationsverlustes der deutschen Physik wurde durchgeführt, wobei drei Operationalisierungsansätze getestet wurden: 1. Personenorientierte Definitionen; 2. Literaturbasierte Ansätze (Produktivität); 3. Definitionen auf der Basis wissenschaftlicher Fähigkeit (Zitierungshäufigkeit). Ferner wurden einige qualitative Dimensionen einbezogen, wie Verlust in Kernfächern oder Verlust in wissenschaftlichen Spitzenpositionen. Es zeigt sich dabei, daß der Verlust der deutschen Physik bei der wissenschaftlichen Spitzenposition in Kernfächern extrem hoch war. Im Falle der Kernphysik lag er beim Kriterium wissenschaftlicher Fähigkeiten bei 50 Prozent.