2005/01/01 by Thomas Rixen, Rixen, Thomas
Business, Management and Accounting · Economics, Econometrics and Finance · #Corporate Taxation and Avoidance #Economic Policies and Impacts #European Monetary and Fiscal Policies
paper · pdf · doi:10.57938/d3d5a6d9-3d6f-494f-82e7-57fe4705d922
openalex publication_date 2005/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/08/01
Dieses Papier nimmt eine theoriegeleitete empirische Analyse des OECD Projekts gegen schädliche Steuerpraktiken vor. Auf der Grundlage der Literatur zur Handlungsfähigkeit von Nationalstaaten angesichts wirtschaftlicher Globalisierung wird ein theoretisches Modell des Steuerwettbewerbs als asymmetrisches Gefangenendilemma entwickelt. Aus dieser Spielstruktur werden verschiedene Hypothesen über die Wahrscheinlichkeit und Form der internationalen Kooperation generiert. Es kann zum Beispiel erwartet werden, dass Kooperation, sofern sie überhaupt zustande kommt, nur multilateral erfolgen wird. Des weiteren sieht das Modell die kleinen Staaten in der strukturell stärkeren Verhandlungsposition. Die Zusammenhänge, die diesen und weiteren Hypothesen unterliegen, werden mit sogenannten Schelling Diagrammen veranschaulicht. Anschließend werden die Hypothesen mit dem empirischen Material konfrontiert. Es wird gezeigt, dass das Modell in wesentlichen Zügen zutreffende Vorhersagen generiert. Allerdings zeigt sich, dass die kleinen Staaten ihren ökonomisch definierten strukturellen Vorteil nicht in Verhandlungsmacht verwandeln können. Abschließend wird diskutiert, inwieweit sich die Erklärungslücken des interessenbasierten Modells durch die Berücksichtigung der Faktoren Macht und Ideen schließen lassen. (Autorenref.)