2025/11/17 by Höfler, Lisa
#(Neo-)Linguizismus #Berufssprachkurs #Intersektionalität #Klassismus
paper · doi:10.25365/mpzd-2025-4-9
Im Beitrag stehen die Ergebnisse einer qualitativ-rekonstruktiven Studie im Zentrum, in der die Intersektion der Differenzverhältnisse Klassismus und (Neo-)Linguizismus im Rahmen eines vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten B2-Berufssprachkurses untersucht wurden. Mittels einer teilnehmenden Unterrichtsbeobachtung sowie episodischen Interviews konnte die Reproduktion sowie Normalisierung der den Differenzverhältnissen inhärenten Wissensbeständen herausgearbeitet werden. Curriculare und strukturell-diskursive Rahmenbedingungen führen u.a. zu einer Homogenisierung sowie Bevormundung der Teilnehmenden auf Grundlage des Differenzmerkmals Deutsch als weitere Sprache. Dies beeinflusst maßgeblich unterrichtliches Handeln und beobachtete Interaktionen, wobei Unterricht genau jener Raum zu sein scheint, in dem widerständiges Handeln möglich wird.