1995/01/01 by B. Stark, Stark, Bernd
Agricultural and Biological Sciences · Earth and Planetary Sciences · Environmental Science · #628 Sanitär- und Kommunaltechnik #Air Quality and Health Impacts #Atmospheric chemistry and aerosols #Plant responses to elevated CO2 #Umwelttechnik
paper · doi:10.15771/0949-8214_1995_4
openalex publication_date 1995/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01
Die Zunahme des bodennahen Ozons sowie die unter bestimmten meteorologischen Bedingungen immer häufiger auftretende Überschreitung des Schwellenwertes von 180 µg/m³ für Ozon haben unter Fachleuten, den politisch Verantwortlichen und in der Bevölkerung zu großem Interesse und einer lebhaften Diskussion dieser Problematik geführt, weil hohe Ozonwerte einmal zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Menschen führen und zum anderen einen schädlichen Einfluß auf das Wachstum bestimmter, auch für den Menschen wichtiger Pflanzenarten haben. Im Mittelpunkt der Diskussion steht immer wieder die Frage der Möglichkeiten und Maßnahmen zur Verminderung der Emission der Vorläuferstoffe für die Ozonbildung. Aus diesem Grunde wurden von den Ländern Berlin und Brandenburg Mittel zur Verfügung gestellt, um in einem bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt einmaligen Projekt umfangreiche Flugzeug- und Bodenmessungen durchfuhren zu können. Die Messungen haben das Ziel, einmal die Kenntnisse über den Zusammenhang zwischen Schadstoffemissionen, den meteorologischen Bedingungen, dem Schadstofftransport und der Ozonbildung zu verbessern, zum anderen mit Hilfe von photochemischen Modellrechnungen die Auswirkungen verschiedenster Maßnahmen, die zur Reduktion der Emission von Ozonvorläuferstoffen im Raum Berlin/Brandenburg, aber auch großräumig denkbar sind, unter verschiedenen konkreten Wetterbedingungen und damit nachvollziehbar zu simulieren.