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Fremdsprachliche und interkulturelle Kompetenz als Wirtschaftsfaktor in den internationalen Geschäftsbeziehungen

1998/01/01 by Olga Rösch, Rösch, Olga
Arts and Humanities · #303 Gesellschaftliche Prozesse #337 Weltwirtschaft #Linguistic Education and Pedagogy #Linguistic research and analysis #Second Language Learning and Teaching

paper · doi:10.15771/0949-8214_1998_1_12

openalex publication_date 1998/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01

Abstract

Zum Qualifikationsprofil eines jungen Managers in Deutschland gehört heute unbedingt das Bewertungskriterium Fremdsprachenkenntnisse. Dabei wird erwartet, daß die zukünftige Führungskraft mindestens zwei Fremdsprachen beherrscht. An erster Stelle steht selbstverständlich Englisch, wo bei gute Englischkenntnisse vorausgesetzt und eher zur sogenannten "Allgemeinbildung" als zu den besonderen Kenntnissen gerechnet werden. Die Bedeutung des Englischen als Lingua franca ist in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen, aber auch in der Politik, im Bildungswesen, in den Wissenschaften und vielen anderen Bereichen (Flugkontrolle, UNO-Diplomatie, Sport u. a.) unumstritten. Ein großer Teil der Wirtschaftskorrespondenz mit dem Ausland und der Wirtschaftskommunikation überhaupt erfolgt bereits in Englisch. Viele internationale Studiengänge an europäischen Hochschulen werden außerhalb des englischen Sprachraumes zunehmend nicht in der jeweiligen Muttersprache, sondern in Englisch angeboten. Wissenschaftliche Publikationen, vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern, werden des öfteren in Englisch verfaßt, um die Forschungsergebnisse international bekannt machen zu können. Englisch ist also in der Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft fest etabliert. Dem Englischen folgen mit Abstand die "anderen", also die "eigentlichen" Fremdsprachen. Auf der einen Seite erleben wir den Siegeszug der Weltsprache Englisch als einer Verkehrssprache, auf der anderen Seite verstärken sich die Stimmen nach besseren Kenntnissen in den verschiedenen anderen Fremdsprachen. Die Frage stellt sich, was denn hinter diesen Forderungen nach mehr "anderen" Sprachen steht, wenn das Englische auf so vielen Gebieten bereits faszinierend bequem geworden ist?

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