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Schulforschung – Schulpraxis – Bildungspolitik

2025/07/17 by Budde, Jürgen
#BMBF #Empirische Bildungsforschung #Heterogenität #Intersektionalität #Lernen #Transformation #Ungleichheit

paper · doi:10.11576/pflb-7965

Abstract

Bereits das Verhältnis von Schulforschung und Schulpraxis ist ein vielschichtiges und uneindeutiges. Komplexer noch wird es, wenn Bildungspolitik als weitere Akteurin hinzugezogen wird, die eine wesentliche Rolle bei der Relationierung spielt, sodass von einem komplizierten Dreiecksverhältnis auszugehen ist. Unterschiedliche Interessen, Aufgaben, Perspektiven und Handlungsimpulse konstituieren divergierende Perspektiven. Zugleich scheint oftmals der normative Ausgangspunkt, „die Praxis verbessern zu wollen“, allen drei Perspektiven zugrunde zu liegen. An diesem Spannungsfeld setzen die folgenden Überlegungen an, die versuchen, das Dreiecksverhältnis schlaglichtartig auszuleuchten. Die grundlegende These dabei ist, dass sich aus dem Dreiecks- und dem Ableitungsverhältnis eine bildungspolitische Vorstellung von der Steuerbarkeit von Schulforschung im Dienste pädagogischer Praxis durchsetzt, die primär daran orientiert ist, den Status quo unter Delegation gesellschaftlicher Fragen wie Ungleichheit und Heterogenität als Fragen von Lernmethoden, Professionalität und individueller Biographie aufrechtzuerhalten. Die wirklich relevante Frage, wozu Schule in Zeiten sozialökologischer Krisen, globaler Kriegsszenarien, Bedrohung demokratischer Ordnungen, Transformationen der gesellschaftlich-ökonomischen Ordnung in Zeiten heterogener Gesellschaften „da ist“, wird hingegen kaum thematisiert.

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