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Wann eskalieren westliche Mächte institutionelle Kontestation? Interne Kontrolle, externe Effekte und Modi der Kontestation internationaler Institutionen

2022/01/01 by Benjamin Daßler, Tim Heinkelmann‐Wild, Andreas Kruck · 1 voice
Business, Management and Accounting · Social Sciences · #Art #Humanities #International Development and Aid #International Relations and Foreign Policy #Political Influence and Corporate Strategies #Political science

paper · doi:10.5771/0946-7165-2022-1-6

openalex publication_date 2022/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/06/11

Abstract

Internationale Institutionen werden vermehrt durch westliche Mächte attackiert, die gemeinhin dem Kern der „liberalen internationalen Ordnung“ zugerechnet werden. Die Intensität und die Modi ihrer institutionellen Kontestation variieren jedoch stark. Unser Beitrag untersucht, inwiefern institutionelle Faktoren - Merkmale und Effekte der kontestierten Institution - die Wahl unterschiedlicher Modi der institutionellen Kontestation durch westliche Mächte beeinflussen. Wir konzeptualisieren vier Modi der Kontestation internationaler Institutionen: Kritik, Subversion, Rückzug und Sabotage. Wir argumentieren, dass der Modus der Kontestation wesentlich von spezifischen institutionellen Machtkonfigurationen beeinflusst wird. Diese ergeben sich aus dem Grad der internen Kontrolle, die eine Institution unzufriedenen Mächten gewährt, und aus den externen Effekten, die eine Institution auch nach einem Rückzug auf diese ausübt bzw. ausüben würde. Wir überprüfen die Plausibilität unserer Theorie anhand der Kontestation der Weltbank, der Welthandelsorganisation, des Übereinkommens von Paris zum Klimawandel und des Iran-Atomabkommens durch die USA unter der Trump-Administration.

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