2025/09/30 by David Winterhagen · 1 voice
Social Sciences · #Critical Theory and Philosophy #German Social Sciences and History #Philosophical and Historical Studies
paper · pdf · doi:10.3224/dngps.v11i1.02
openalex publication_date 2025/09/30 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/05/21
Der von Axel Honneth unternommene Versuch, den Verdinglichungsbegriff erneut für eine kritische Sozialtheorie fruchtbar zu machen, fußt auf der Spannung zweier Zielsetzungen: Einerseits möchte er den Begriff als Vergessenheit einer existenziellen Form der Anerkennung reformulieren. Andererseits will er ihn für eine dezidiert nicht-moralische Kritik sozialer Pathologien einspannen. Durch die Verfolgung des ersten Zieles schraubt er die Bedingungen dafür, dass ein Verdinglichungsfall vorliegt, jedoch so hoch, dass er den Anspruch seines zweiten Zieles nicht mehr adäquat einlösen kann. Um diesem Problem zu entgehen, soll über die Einführung von Verdinglichungsgraden sowie den Fokus auf soziale Strukturen, die diese Grade produzieren, Honneths Konzept angemessen modifiziert werden.