2025/03/18 by El Omari, Dina
Arts and Humanities · #Biblical Studies and Interpretation #Gotteswort #Interdisciplinary Studies: Technology, Society, and Humanities #Logos #Theology and Canon Law Studies #dialogische Koranexegese #interreligiöse Hermeneutik #interreligiöser Dialog
paper · doi:10.71573/2941-122x_2025_4-2_145
openalex publication_date 2025/03/18 · openalex created_date 2025/11/20 · openalex updated_date 2026/07/07
Der Johannesprolog (Joh 1, 1–18) zählt zu den zentralen theologischen Texten des Neuen Testaments und bietet wesentliche christologische Aussagen über die göttliche Natur Christi und seine Beziehung zu Gott. Besonders der Logos, das göttliche Schöpfungswort, spielt eine herausragende Rolle. Im Gegensatz zu den synoptischen Evangelien setzt der Johannesprolog nicht mit der Geburt oder Taufe Jesu an, sondern formuliert eine poetisch-theologische Reflexion über Ursprung und Ziel der Person Christi. Der Text fokussiert vier zentrale Themen: den Logos, Johannes den Täufer als Zeugen, das Wirken des Logos in der Welt und die Fleischwerdung des Logos in Jesus Christus. Diese vier Aspekte finden sich in modifizierter Form auch im Koran, ein Vergleich zwischen beiden Texten zeigt sowohl überraschende Anknüpfungspunkte für einen interreligiösen Dialog als auch theologische Grenzen.