vix.ing · top · new · best · stats · spec

La transmission des langues d’origine dans les familles récemment immigrées en France : pour une prise en compte de l’héritage plurilingue

2023/11/27 by Benzaoui, Anissa, Meulleman, Machteld
#bilinguisme #communication familiale #intercompréhension #langues d’immigration #plurilinguisme #répertoires plurilingues déséquilibrés #transmission familiale

paper · doi:10.25521/maconf.2023.268

Abstract

Dieser Beitrag behandelt die Sprachübertragung von Minderheitensprachen oder Herkunfts­sprachen von ZuwanderInnen in Frankreich. Im ersten Teil des Beitrags erörtern wir das Bilingualismus-Vorurteil, das die Forschung über MigrantInnensprachen kennzeichnet: Dieses geht von idealen zweisprachigen MigrantInnen aus, die einerseits ihre minorisierte Herkunfts­sprache bewahren und andererseits die offizielle Landessprache ihres Aufnahme­landes beherrschen. Es gibt jedoch keinen Grund zu der Annahme, dass ZuwanderInnen, die oft aus bekanntermaßen hochmehrsprachigen Ländern kommen, bei ihrer Ankunft ein­sprachig sein müssen. Im zweiten Teil legen wir eine kleine Fallstudie über zwei außer­europäische Zuwandererfamilien vor, die kürzlich in Frankreich angekommen sind, eine aus dem Tschad und die andere aus die Türkei. Unsere empirische Studie mittels teil­strukturierter Befragungen zeigt insbesondere eine große Heterogenität der sprachlichen Repertoires, der Ideologien und des Sprachwahlverhaltens zwischen und innerhalb der beiden Familien. Der „One-Parent-One-Language“-Ansatz ist offensichtlich nicht relevant; die Eltern berichten, dass sie im Laufe der Zeit eine Reihe von Sprachwahlmustern kombinieren, die sie mit ihren Kindern praktizieren, die alle unausgewogene Sprachen­repertoires entwickelt haben, die mehrere der Herkunfts­sprachen ihrer Eltern kombinieren. Unsere Studie zeigt die Notwendigkeit, bei der Forschung zu MigrantInnen­sprachen auf vielfältigere und ausdrücklich mehrsprachige Forschungsansätze zurückzugreifen.

Related