2020/11/29 by Matthias Preis, Preis, Matthias
Arts and Humanities · #Linguistic Education and Pedagogy #Linguistic research and analysis
paper · doi:10.18716/ojs/midu/2020.2.6
openalex publication_date 2020/11/29 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/23
Der Begriff der Multimodalität ist dem Diskurs um literarisches Lernen auf mehreren Ebenen eingeschrieben. Verstanden in seiner perzeptuellen Dimension, bezieht er sich auf unterschiedliche Sinne (Sehen, Hören, Riechen usf.), die im Lektüreprozess affiziert werden. Der Beitrag skizziert ästhetische Strategien, mit denen (Schrift-)Literatur multimodale Impulse zu setzen vermag. Im Fokus stehen zunächst sinnliche Appellsignale auf lexikalischer oder narrativer Ebene, die imaginative Sinneswahrnehmungen potenziell befördern. Fernerhin stellt der Beitrag didaktische Optionen einer literarisch fundierten Wahrnehmungsbildung vor. Modi literarischer Sinneswahrnehmung werden dabei vom Schrifttext her entfaltet, zugleich aber exemplarisch in ihrer inter- bzw. symmedialen Reichweite thematisiert. Leitendes Ziel ist, im Übergang zwischen Gutenberg- und Turing-Galaxis neue Impulse zum unterrichtlichen Umgang mit einer fortlaufenden Pluralisierung von Wahrnehmungsmustern zu formulieren.