2017/11/26 by Best, Heinrich
#19. Jahrhundert #20. Jahrhundert #Abgeordneter #Demokratie #Elite #Europa #Europe #Modernisierung #Parlament #Parlamentarismus #Theorie #democracy #elite #historical development #historische Entwicklung #intercultural comparison #interkultureller Vergleich #international comparison #internationaler Vergleich #modernization #nineteenth century #parliament #parliamentarism #political change #political development #politische Entwicklung #politischer Wandel #representative #sociological theory #soziologische Theorie #theory #twentieth century
paper · doi:10.12759/hsr.22.1997.3/4.4-31
Der Beitrag konfrontiert einige Grundannahmen der Modernisierungstheorie mit Befunden des internationalen Forschungsprojektes DATA-CUBE, in welchem der Wandel parlamentarischer Repräsentation in elf europäischen Ländern von der Revolution 1848 bis heute verfolgt wird. Die Diskussion um Synchronitätsannahmen der Modernisierungstheorie und Zirkulationstheoreme der klassischen Elitentheorie führt zu dem Ergebnis, daß Synchronität der sozioökonomischen und politischen Entwicklung keine entscheidende Voraussetzung für die Performanz und Stabilität repräsentativer Institutionen bildet. Gerade aus der Asynchronität scheinen Autonomiespielräume für parlamentarische Führungsgruppen zu resultieren, die für die Etablierung und Stabilisierung der repräsentativen Demokratie genutzt werden.