1995/01/01 by Dirk Berg‐Schlosser, Berg-Schlosser, Dirk
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paper · doi:10.12759/hsr.20.1995.4.3-30
openalex publication_date 1995/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/08/01
Das Scheitern des parlamentarisch-demokratischen Systems in Deutschland in der Zwischenkriegszeit hat, gerade auch angesichts der verhängnisvollen Folgen für Europa und darüber hinaus, wie kein anderes Historiker und Sozialwissenschaftler beschäftigt. Der vorliegende Beitrag versucht systematisch-komparativ zu ermitteln, ob die die deutsche Entwicklung kennzeichnenden Bestimmungsfaktoren den allgemeinen empirisch-demokratietheoretischen Annahmen entsprechen. Der vorgenommene Vergleich bezieht sich auf die Zwischenkriegsperiode von 1918/19 bis ca. 1938/39 und auf 17 Fälle, die unterschiedliche Muster des Überlebens bzw. des Zusammenbruchs parlamentarisch-demokratischer Systeme erfassen. Dies sind im einzelnen neben Deutschland, in alphabetischer Reihenfolge, Belgien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Spanien, die Tschechoslowakei und Ungarn. Die Spezifika von Überleben oder Zusammenbruch parlamentarischer Systeme werden durch eine 'most similar systems' Anordnung ermittelt. Bei den Ausführungen steht der in vieler Hinsicht herausragende deutsche Fall im Mittelpunkt.