2009/01/01 by Thorsten Halling, Halling, Thorsten
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paper · pdf · doi:10.12759/hsr.34.2009.4.231-246
openalex publication_date 2009/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/28
Im 20. Jahrhundert haben Säkularisierung und Individualisierung die Inszenierung des Todes und die Repräsentationsformen der Trauer grundlegend verändert. Sterben und Tod wurden zunehmend tabuisiert und in die private Sphäre zurück gedrängt. Der Beitrag untersucht am Beispiel von ausgewählten Erinnerungsorten (Friedhöfe, Straßenkreuze) und Medien des Totengedenkens (Totenzettel, Todesanzeigen, Gedenkseiten im Internet) Wandel der transzendentalen und gesellschaftspolitischen Sinnzuschreibungen hinsichtlich eines vorzeitigen oder als vorzeitig empfundenen Todes. Inszenierung und Repräsentation des vorzeitigen Todes wirken dabei prägend auf die Ausbildung neuer öffentlicher Formen des Gedenkens.