2019/02/16 by Aleksey Tashinskiy, Tashinskiy, Aleksey
Arts and Humanities · #German Literature and Culture Studies #Linguistic Education and Pedagogy #Linguistic research and analysis #Netzwerke #Urheberschaft #kollektives Übersetzen #structure vs. agency #Übersetzungshistoriographie #übersetzerisches Oeuvre
paper · doi:10.25365/cts-2019-1-1-4
openalex publication_date 2019/02/16 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01
Hertha Lorenz (1916–1989) war eine österreichische Lektorin, Übersetzerin und Schriftstellerin. Ihre Arbeit blieb über Jahrzehnte mit dem Klagenfurter Eduard-Kaiser-Verlag verbunden. Über diesen Verlag wurden Bücher vertrieben, in deren verlegerischem Peritext Lorenz als Übersetzerin oder Bearbeiterin markiert war. Dabei handelte es sich überwiegend um europäische Klassiker der Weltliteratur (Boccaccio, Charlotte Brontë, Dickens, Dostoevskij, Dumas, Hugo, Maupassant, Ovid, Poe, Sienkiewicz, Stendhal, Tolstoj, Twain u. a.). Der translationshistoriographische Versuch, Lorenz‘ übersetzerisches Œuvre zu rekonstruieren, stößt auf Schwierigkeiten in Bezug auf die eindeutige Zurechnung von Translaten zu ihrer Person, Schwierigkeiten, die mit dem kollaborativ-transformativen Charakter translatorischer Prozesse und mit der Situiertheit translatorischer Arbeit in einem historisch konkreten „literaturbetrieblichen“ Setting zusammenhängen. An ausgewählten Beispielen aus ihrem Werk sollen diese Schwierigkeiten erörtert werden.