2022/02/02 by Ferschli, Benjamin
paper · doi:10.15203/momentumquarterly.vol6.no3.p167-186
Die vorliegende Arbeit stellt eine theoretische wie empirische Anlalyse der „selbtorganisierenden“ Firma, basierend auf der Marx’schen Analyse des Arbeitsprozesses dar. „Selbst-Organisation“ ist in diesem Zusammenhang als die Aufgabe der geschäftsführerisch-hierarchischen Organisation des Arbeitsprozesses zu verstehen. Auf Basis theoretischer Anhaltspunkte aus der Institutionellen Ökonomik, Arbeitsprozesstheorie sowie Konzepten der generellen Arbeits- und Industriesoziologie, wird aus Interviews und einer Fallstudie gewonnenes Datenmaterial analysiert. Eine „Kontrollthese“, abgeleitet aus der Marx’schen Analyse des Arbeitsvertrages, kann dabei nicht falsifziert werden. Abschließend werden Überlegungen zur weiteren Entwicklung des Forschungsgebiets sowie Anmerkungen zu Konsequenzen für ArbeiterInnenvertretungen und Gewerkschaften diskutiert.