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Gender und sexuelle Diversität in der Literatur- und Mediendidaktik. Normkritik aus didaktischer Perspektive

2025/12/08 by Jennifer Witte, Witte, Jennifer, Franz Kröber +1 · 1 voice
Arts and Humanities · Social Sciences · #Didaktik #Gender #Gender Studies in Language #German Colonialism and Identity Studies #German Literature and Culture Studies #Geschlechtsidentität #Literatur #Medien #Unterricht

paper · doi:10.17169/ogj.2025.427

openalex publication_date 2025/12/08 · openalex created_date 2025/12/21 · openalex updated_date 2026/07/20

Abstract

Dieses Editorial zum Special Issue „Gender und sexuelle Diversität in der Literatur- und Mediendidaktik" kartographiert ein heterogenes Forschungsfeld an der Schnittstelle von Literatur- und Mediendidaktik sowie Gender und Queer Studies. Die Autor:innen argumentieren, dass Gender als omnipräsentes Phänomen in Literatur und Medien unhintergehbar ist und der Deutschunterricht durch Erziehung zur und durch Literatur zur Sensibilisierung dafür beitragen kann. Das Editorial systematisiert aktuelle Forschungsansätze zu geschlechtergerechter Leseförderung und Identitätsbildung, identifiziert jedoch zentrale Desiderate: Es mangelt an empirischen Rekonstruktionen unterrichtlicher Prozesse, intersektionalen Perspektiven und Studien zur Inszenierung von Gender im Unterricht. Die vorgestellten Beiträge des Hefts reichen von Textauswahlkriterien über Kanonkritik bis zu mediendidaktischen Analysen und bieten gegenstandsorientierte Zugänge zu Kinder- und Jugendliteratur, Film, Theater und populären Medien. Als „eingreifende Kulturwissenschaft" (Kepser 2013) reflektiert die Literatur- und Mediendidaktik dabei kritisch Lehr-Lernprozesse und wird selbst Teil des analysierten Kulturraums. Das Heft plädiert für eine diversitätssensible Unterrichtspraxis, die Differenzerfahrungen ermöglicht und gesellschaftliche Machtverhältnisse kritisch hinterfragt.

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