2025/02/13 by Margarete Wagner-Braun, Wagner-Braun, Margarete
Arts and Humanities · Social Sciences · #Classical Studies and Legal History #Law and Political Science #Political and Social Issues
paper · doi:10.71520/bgbr.v48i.2642
openalex publication_date 2025/02/13 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01
Die LIGA Bank eG Regensburg, im Jahr 1917 als Standesbank fur den bayerischen katholischen Klerus unter der Firma „Wirtschaftlicher Verband der katholischen Geistlichen Bayerns“ gegrundet, war nicht nur als Bank und Versicherung tatig, sondern bot mit der Abteilung „Katholische Widdumsadministration“ eine besondere Dienstleistung an, die den mit einer Pfrunde ausgestatteten Geistlichen in vielfacher Hinsicht zu Gute kam. Neben einer umfassenden Informations- und Beratungstatigkeit lagen die wesentlichen Tatigkeiten auf den Gebieten der Verpachtung des Kirchengrundes und der regelmasigen Einhebung des Pachtzinses. Auch aufgrund nationalsozialistischen Einflusses kam es im Jahr 1937 zur Ausgliederung der Widdumsadministration in eine eigenstandige kirchliche Stelle (Pfrundepachtstelle), wodurch die bayerischen (Erz-) Diozesen die Verantwortung direkt ubernahmen. Diese gaben die Aufgabe des Pachteinzugs an die LIGA zuruck, die diese Dienstleistung fortan in der sogenannten Pachteinhebestelle weiterfuhrte. Die darauf folgende Jahrzehnte lange Zusammenarbeit zwischen LIGA-Pachteinhebestelle und Katholischer Pfrundepachtstelle erwies sich in der Sache als sehr positiv, bis schlieslich Kosten- und Rentabilitatsuberlegungen zu einer grundsatzlichen Veranderung der Situation fuhrten. So kam es im Jahr 1997 zur Zusammenlegung beider Institutionen zu einer kirchlichen Stelle unter Beibehaltung des Namens Katholische Pfrundepachtstelle Regensburg, die LIGA Bank zog sich aus diesem Geschaftsfeld zuruck.