2024/09/29 by Althaus, Nadja
#Beteiligung #Co-Forschende #Grade der Partizipation #Kinderrechte #Map #Peer-Forschung #Situationsanalyse
paper · doi:10.17169/fqs-25.3.4176
Partizipative Ansätze unterliegen besonders in der deutschsprachigen Kindheits- und Jugendforschung einem hohen wissenschaftlichen Legitimationsdruck und Berichte über Studien, in denen kollaborative Verfahren zum Einsatz kamen, liegen bis heute nur unterrepräsentiert vor. Dabei ist die Beteiligung junger Menschen auch im Wissenschaftskontext von immer größer werdender Bedeutung, und partizipative Methoden kommen aktuell vermehrt zur Anwendung. Vor diesem Hintergrund berichte ich zunächst über das abgeschlossene Projekt Peer2Peer, in dem Jugendliche als Co-Forschende umfassend beteiligt waren. Daraufhin diskutiere ich die diverse Datenmaterialität der Studie mit situationsanalytischen Mapping-Tools aus, um eine nachträgliche Reflexion des Prozesses in seiner Gesamtheit zu ermöglichen. Relationale Beziehungsgeflechte und Konstellationen sowie die forschungsethische Komplexität von Untersuchungen mit jungen Menschen werden dadurch sichtbar. Der gewählte Zugang trägt zu einem machtsensiblen Diskurs im Hinblick auf die Einlösung von Beteiligungsrechten bei. Er eröffnet zudem weiterführende kritische Perspektiven, auch auf (partizipative) sozialwissenschaftliche Forschungszusammenhänge.