2024/12/19 by Seiß, Guntram
#FOS: Natural sciences #Küsteningenieurwesen #Meeresregionen #Ostseesturmflut #Risikominimierung #Schadensanalyse #individueller Hochwasserschutz
paper · doi:10.18171/1.094101
Die Ostseesturmflut vom Oktober 2023 war geprägt durch ein hohes Schadensaufkommen. Ein erheblicher Teil der Schäden betraf Einrichtungen mit einer hohen Sachwertdichte, die saisonbedingt dem Ereignis ausgesetzt waren, insbesondere Campingplätze, Marinas und bewirtschaftete Strände. Für den ausreichenden Schutz solcher Einrichtungen ist im Regelfall der Betreiber oder die Kommune zuständig, soweit er diesen nach geltenden Vorschriften gewährleisten muss. Die Wirkungen der Sturmflut werden dargestellt und mögliche Minimierungsstrategien aufgezeigt. Marinas mit ihrer hohen Sachwertdichte bieten über eine Umrüstung ihrer bestehenden, höhenfesten Festmacheeinrichtungen zu dem Wasserstand folgenden Festmachemöglichkeiten ein hohes Potential zur zukünftigen Minimierung der Sachschäden. Konkrete, individuelle Evakuierungspläne können helfen, Schäden auf Campingplätzen zu vermeiden und den Verlust touristischer Infrastruktur auf bewirtschafteten Stränden zu minimieren.