2024/09/05 by Brückner, Rolf
#660
paper · doi:10.34657/14974
Aus den experimentellen Ergebnissen der vorangegangenen Teile lassen sich Aussagen über die Struktur der Gläser und über die Keimbildung ableiten. Hiernach entstehen in Gläsern durch Dichte- und heterophasige Schwankungen Mikrobereiche, die im Fall der Hauptglasbildner in Vorordnungs-, Nahordnungsbereiche und für Mehrkomponentengläser zusätzlich noch in Schwarmbereiche zu unterteilen sind. Die Vorordnungsbereiche haben bei Entstehungstemperaturen eine höhere Lebensdauer als die instabilen Vorkeime (Embryonen) und besitzen gewisse Ähnlichkeiten zu den stabilsten Modifikationen der entsprechenden Phasendiagramme. Mit den entwickelten Vorstellungen lassen sich zahlreiche physikalisch-chemische Eigenschaften der Gläser deuten.