2019/01/01 by Susanne Worbs, Nina Rother, Worbs, Susanne +3
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paper · pdf · doi:10.15464/isi.61.2019.2-6
openalex publication_date 2019/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01
2015 und 2016 sah sich Deutschland einer seit den frühen 1990er Jahren nicht mehr gekannten Zahl von Asylsuchenden gegenüber. Syrische Geflüchtete waren dabei – und sind noch immer – die mit Abstand wichtigste Herkunftsgruppe, gefolgt von Menschen aus dem Irak und Afghanistan. Die große Mehrheit der Syrer erhält im Asylverfahren einen Schutzstatus. Ende 2017 lebten fast 700.000 syrische Staatsangehörige in Deutschland, mehr als 23-mal so viele wie vor dem Ausbruch des Krieges im Herkunftsland. Innerhalb weniger Jahre sind sie damit zur drittgrößten Gruppe ausländischer Staatsangehöriger in Deutschland geworden. Dies bringt demographische, sozialstrukturelle und kulturelle Veränderungen in der Bevölkerung insgesamt mit sich.