2023/09/17 by Krause, Florian, Petzold, Johannes, Kuitunen-Paul, Sören +3
paper · doi:10.18416/dsk.2023.970
Hintergrund Über 125.000 Todesfälle jährlich in Deutschland stehen in Zusammenhang mit Zigarettenrauchen. In den vergangenen drei Jahren stieg die Prävalenz des Tabakrauchens insbesondere bei jungen Menschen (<26 Jahren) wieder an. Tabakrauchen gilt als größtes vermeidbares Gesundheitsrisiko. Erläuterung des Versorgungsprojektes Über 125.000 Todesfälle jährlich in Deutschland stehen in Zusammenhang mit Zigarettenrauchen. In den vergangenen drei Jahren stieg die Prävalenz des Tabakrauchens insbesondere bei jungen Menschen (<26 Jahren) wieder an. Tabakrauchen gilt als größtes vermeidbares Gesundheitsrisiko. Erfahrungen/Erwartungen Seit der Gründung des Arbeitskreises werden am UKD schrittweise Verbesserungsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz vor Tabakrauch umgesetzt. Die Basis für diese Verbesserungen bilden ein interdisziplinärer Dialog zwischen den verschiedenen Klinikbereichen sowie eine strukturierte, durch das Qualitätsmanagement begleitete, Vorgehensweise. Ein Kernelelement ist die Integration von evidenzbasierten Rauchentwöhnungsangeboten in den Klinikprozess, wie beispielsweise des „Rauchfrei-Tickets“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Dessen Implementierung in den unterschiedlichen Kliniken des UKD findet gegenwärtig statt. Eine partizipative Umsetzungsstrategie begleitet von einer kontinuierlichen Informationsvermittlung (klinikintern und Öffentlichkeitsarbeit) hat sich dabei bewährt. Diskussion und Schlussfolgerung Anhand von Projekten des Arbeitskreises soll dargestellt werden, welchen Herausforderungen und Chancen Krankenhäuser, insbesondere auch Universitätskliniken, bei der Umsetzung einer modernen „Rauchfrei“-Strategie begegnen. Möglicherweise kann der dabei vorgestellte Masterplan eine Hilfestellung bei der Umsetzung ähnlicher Projekte an vergleichbaren Kliniken darstellen. Eine abschließende Diskussion mit dem Auditorium ermöglicht es, diese Strategie zu kommentieren und neue Impulse zu setzen. Offenlegung von Interessenskonflikten sowie Förderungen Während der letzten 3 Jahre bestanden folgende wirtschaftlichen Vorteile oder persönliche Verbindungen, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten: FK ist Multiplikator für das Rauchfrei-Ticket der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. CR ist Geschäftsführerin des Deutschen Netzes Rauchfreier Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen e.V. und erhält Fördermittel für die Implementierung des „rauchfrei-tickets“ von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. JP ist Koordinator des Rauchfreizentrums am Universitätsklinikums Dresden. SKP erhielt Honorare für die Durchführung von Tabakentwöhnungskursen und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Aktionskreis Tabakentwöhnung WAT e.V. Erklärung zur Finanzierung: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden