1955/03/01 by E. O. Fischer, W. Hafner · 2 citations
Chemical Engineering · Chemistry · Materials Science · #Carbon dioxide utilization in catalysis #Organometallic Complex Synthesis and Catalysis #Magnetism in coordination complexes
paper · pdf · doi:10.1515/znb-1955-0303
openalex publication_date 1955/03/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/28
Bei der Einwirkung von CO unter Druck auf Cr(C 5 H 5 ) 2 entsteht je nach Steigerung der Temperaturbedingungen zunächst schwarzbraunes, paramagnetisches, salzartig gebautes [(C 5 H 5 )Cr(CO) 3 (δ-) [(C 5 H 5 ) 2 Cr] (δ+) , dann blaugrünes, diamagnetisches [(C 5 H 5 )Cr(CO) 3 ] 2 oder schließlich reines Cr(CO) 6 . Ein primärer Reaktionsgang über (C 5 H 5 )Cr(CO) 3 -„“Radikale” ist anzunehmen. Setzt man der Druckreaktion H 2 zu, so läßt sich ein leicht flüchtiger, gelber, diamagnetischer Cyclopentadienyl-chrom-tricarbonyl-wasserstoff (C 5 H 5 )Cr(CO) 3 H erhalten, der zum Zerfall nach 2 (C 5 H 5 )Cr(CO) 3 H → [(C 5 H 5 )Cr(CO) 3 ] 2 + H 2 neigt. Sein Säurecharakter ergibt sich aus der Löslichkeit in wässerigen Alkalien, das darin vorliegende gelbe [(C 5 H 5 )Cr(CO) 3 ] - -Anion kann als gelbes [(C 5 H 5 )Cr(CO) 3 ] 2 Hg oder violettbraunes [(C 3 H 5 ) 2 Co][(C 5 H 5 )Cr(CO) 3 ] ausgefällt werden. Als Durchdringungskomplex reiht sich die Verbindung folgerichtig der Reihe (C 5 H 5 )V(CO) 4 (C 5 H 5 )Cr(CO) 3 H (C 5 H 5 )Mn(CO) 3 ein. Ein homologer Cyclopentadienyl-molybdän-tricarbonyl-wasserstoff (C 5 H 5 )Mo(CO) 3 H sowie Cyclopentadienyl-wolfram-tricarbonyl-wasserstoff (C 5 H 5 )W(CO) 3 H lassen sich ihr bereits an die Seite stellen.