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Fernand Hörner (Hg.): Kulturkritik und das Populäre in der Musik. Münster/New York, Waxmann, 2016. ISBN 978-3-8309-3361-8. 337 Seiten.

2017/01/12 by Ursula Moser, Moser, Ursula
Arts and Humanities · #German Literature and Culture Studies #Linguistic research and analysis #Narrative Theory and Analysis

paper · pdf · doi:10.15203/atem_2016.1653

openalex publication_date 2017/01/12 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/14

Abstract

Populäre Musik ist ein allgegenwärtiges Phänomen" (7), so der erste Satz des vorliegenden Sammelbandes, und doch geht es in ihm nicht nur um ‚populäre' Musik, sondern mindestens so sehr um ‚das Populäre' in der Musik, das auch in der sogenannten E-Musik seinen Platz fi nden kann.Dieses ‚Populäre', in der Folge auf ‚populäre' Musik beschränkt, soll laut Herausgeber nicht "essentialistisch" (7) defi niert werden, sondern Gegenstand einer problematisierenden Erörterung sein, die einen breiten Fächer von sich zum Teil überschneidenden Fragestellungen aufspannt und "Konstanten, unter wechselnden Vorzeichen" (7) aufspürt.Reprisen sind dabei unvermeidlich, wie F. Hörner selbst bemerkt, so wenn beispielsweise in Teil 3 die Frage, "wie und wo das ästhetische Urteil über populäre Musik in Vermengung mit ethischen Überlegungen in die Kulturkritik gelangt" (11), erneut aufgegriffen wird.Gewiss, statt dieser defi nitorischen Verweigerung hätte man mit Ch.Jost (2012) die populäre Musik als "Gesamtheit jener musikkulturellen Praktiken, deren Entstehung bis in die bürgerlichen Gesellschaften (und urbanen Zentren) des 19.Jahrhunderts zurückverfolgt werden kann und deren Entwicklung wesentlich durch massenkommunikative Medienpraktiken beeinfl usst wurde," defi nieren können oder mit der IASPM nicht etwa als einen musikalischen Stil, sondern als "una galassia di musiche comprendente un vasto insieme di stili e generi circolanti attraverso i media e fruiti da un pubblico di massa.Ciò vuol dire ad esempio rock, pop, punk, rap e canzone d'autore, ma anche world music, musica per cinema e televisione, e persino musiche ‚classiche' ed ‚etniche' riciclate dal sistema dei media" (http://www.iaspmitalia.net/cose-la-iaspm/). Dennoch: Es ist richtig, dass eine "normative Defi nition des Populären und insbesondere der populären Musik" (8) an die Quadratur des Kreises erinnert, und es ist auch richtig, dass der Band als Ganzes gelesen -mit seinen unzähligen netzartigen Verweisen und den Versuchen zumindest einzelner Verfasser, ihr Objekt nach Funktion, Aufführungsort, Geschmack etc. (cf.K. Maase) zu präzisieren -gerade dadurch beeindruckt, dass er dem Leser die Komplexität und inhaltliche Diversifi zierung dessen, was man gemeinhin ‚populäre Musik' oder auch "das ‚Populäre' an der populären Musik" (7) nennt, vor Augen führt.Um dieses enorme

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