1981/01/12 by Ian Inglis, John H. Lazarus · 3 citations
Agricultural and Biological Sciences · Environmental Science · Biochemistry, Genetics and Molecular Biology · #Animal Behavior and Reproduction #Avian ecology and behavior #Animal Vocal Communication and Behavior
paper · doi:10.1111/j.1439-0310.1981.tb01921.x
openalex publication_date 1981/01/12 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/29
Abstract We report a test of the hypothesis that the commonly observed decline in vigilance with increasing flock size in birds is a result of the greater vigilance of birds on the edge of the flock (due to their greater risk of predation rather than to the influence of flock size per se). Greater vigilance by edge birds would produce this effect because as flock size increases the proportion of birds on the perimeter of the flock declines. Observations on wild flocks of dark‐bellied brent geese ( Branta bernicla bernicla ) support the hypothesis. Zusammenfassung Bei einer Reihe von Vögeln nimmt der wachsame Anteil des Schwarmes mit der Schwarmgröße ab. L azarus (1978) nahm an, daß dies die Folge erhöhter Wachsamkeit der Randvögel gegenüber Räubern ist (wegen der höheren Feind‐Gefährdung), da der Anteil von Vögeln am Schwarmrand mit der Schwarmgröße abnimmt. Um diese Hypothese zu prüfen, wurde die Zeit, die die Vögel in Kopf hoch‐, Kopf extrem hoch‐ und Kopf unten‐Haltungen ver‐brachten, bei Rand‐ und Zentrumsvögeln weidender Schwärme von Ringel‐gänsen ( Branta bernicla bernicla ) gemessen. Randvögel verbrachten wesentlich mehr Zeit in der Kopf hoch‐ und weniger in der Kopf unten‐Position als Vögel im Schwarmzentrum, jedoch gab es in der extremen Kopf hoch‐Position keinen bedeutenden Zeitunterschied. Diese Beobachtungswerte, ein Schwarm‐formindex und ein Maß für den Individuenabstand im Schwarm waren Grundlage eines Modells um zu prüfen, wie weit der Randeffekt allein die Schwarm‐größe—Wachsamkeitsbeziehung erklären kann. Vom Modell abgeleitete Kurven paßen gut zu den Daten, abgesehen von einer Überschätzung der Wach‐samkeitswerte in einem kleinen Bereich der Schwarmgröße. Die Folgen der Verletzung der Annahmen des Modelles wurden erörtert. Der Rand/Mitte‐Unterschied kann kaum dadurch erklärt werden, daß Wachsamkeit eher der Entdeckung von Artgenossen oder Weideflächen als der von Räubern dient.