2022/03/01 by Martin Plöderl, Michael P. Hengartner, Constantin Volkmann · 1 voice
Medicine · Neuroscience · Psychology · #Anxiety, Depression, Psychometrics, Treatment, Cognitive Processes #Treatment of Major Depression #Tryptophan and brain disorders
paper · doi:10.1055/a-1761-3192
openalex publication_date 2022/03/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/06/25
ZUSAMMENFASSUNG Ketamin und Esketamin werden als rasch und stark wirksame Mittel zur Reduktion von Depressivität und Suizidalität beschrieben. Dieser Beitrag gibt einen Überblick zur Wirksamkeit von Ketamin und Esketamin zur Reduktion von suizidalen Gedanken und Handlungen, basierend auf randomisierten kontrollierten Studien, die bis Dezember 2021 publiziert wurden. Für Ketamin gibt es Hinweise für eine beträchtliche Reduktion von Suizidgedanken, aber nur in den ersten 3 Tagen und die tatsächliche Effektstärke ist aufgrund der Schätzunsicherheit ungewiss. Für suizidale Handlungen fehlen zudem Daten. Die wenigen, aber qualitativ hochwertigeren Studien zu Esketamin fanden bestenfalls schwache Effekte bezüglich Suizidgedanken, auch unter Berücksichtigung der Schätzunsicherheit, und für suizidale Handlungen können keine gesicherten Aussagen getroffen werden. Das Nutzen-Schaden-Verhältnis von Ketamin und Esketamin in der Suizidprävention ist deshalb ungewiss.