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Konstruktivismus und historische Rezeptionsforschung: Perspektiven eines 'konstruktiven' Dialogs

1999/01/01 by Joachim Gartz, Gartz, Joachim W.
Social Sciences · #Begriffsbildung #Erkenntnistheorie #Geschichtswissenschaft #Historical Influence and Diplomacy #Konstruktivismus #Methodologie #Wissenschaftstheorie #concept formation #constructivism #epistemology #historical social research #historische Sozialforschung #methodology #philosophy of science #science of history

paper · pdf · doi:10.12759/hsr.24.1999.2.3-57

openalex publication_date 1999/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/28

Abstract

Der Beitrag prüft die von den Vertretern des Radikalen Konstruktivismus vorgebrachten Argumente und Vorschläge daraufhin, ob und wie sie zu einer tragfähigen erkenntnistheoretischen Fundierung und 'konstruktiven' Erweiterung des methodischen Instrumentariums der Geschichtswissenschaft beitragen können. Dabei zeigt sich, daß die seit der Antike bekannte konstruktivistische Grundannahme der unumgänglich subjektgebundenen Perspektivität jeglicher Form menschlichen Erkennens zwar zutreffend und logisch unwiderlegbar ist, sich aufgrund dessen jedoch nicht ebenso zwingend die radikale Folgerung der kategorischen Negierung einer unabhängigen ontologischen Realität ableiten läßt. Der Autor versucht, ein Alternativkonzept im Sinne eines moderaten Konstruktivismus zu formulieren, das seine epistomologische Fundierung und gleichzeitig auch wertvolle methodische Anregungen durch die richtungsweisenden Ergebnisse der evolutionären Erkenntnistheorie erfährt. Die epistomologische Option eines morphologischen Konstruktivismus führt in Hinblick auf ihre methodische Anwendbarkeit in der Geschichtswissenschaft zum Konzept einer 'morphologischen Imagologie'.

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