1997/01/01 by Werner J. Patzelt, Patzelt, Werner J.
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paper · pdf · doi:10.12759/hsr.22.1997.3/4.160-180
openalex publication_date 1997/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/28
1991/92 wurden 403 Parlamentarier aus Ostdeutschland, 1994 856 Abgeordnete bundesweit (darunter 208 aus Ostdeutschland) schriftlich zu ihrem Amtsverständnis, ihrer Amtsführung und ihren gesellschaftlichen Vernetzungen befragt. Betrachtet werden zentrale Unterschiede zwischen Ost- und Westparlamentariern, Abweichungen zwischen den beiden Befragungszeitpunkten sowie generell die ostdeutschen Wandlungsprozesse. Im Ergebnis wird festgehalten, daß sich das Muster der Ost/West-Unterschiede in den vier Jahren nicht wesentlich geändert hat. Als wesentliches Defizit des ostdeutschen Parlamentarismus wird die unzulängliche Öffentlichkeits- und Wahlkreisarbeit und die mangelnde Bereitschaft, 'Führungsfuktionen' wahrzunehmen, festgehalten. Es bildete sich aber weder ein neuer 'Abgeordnetentyp' heraus, noch kann von einem neuen Typ von Parlamentarismus gesprochen werden, allenfalls von einer Modifikation des ansonsten gleichen Modells.