2010/01/01 by Daqing Yang, Yang, Daqing
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paper · pdf · doi:10.12759/hsr.35.2010.1.66-89
openalex publication_date 2010/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/28
Die Untersuchung von Informationsflüssen war in der Geschichte der Telekommunikation zum Teil aufgrund des Datenmangels rückständig. Interessanterweise hinterließ das Kaiserreich Japan eine bemerkenswert große Sammlung an Telekommunikationsdaten, die von anderen imperialen Großmächten wohl nicht übertroffen wird. Angesichts der enormen Bedeutung, die Japan seinem Telekommunikationsnetzwerk im Inland und in Ostasien eingeräumt hat, ist es nur angebracht zu fragen, wie es genutzt wurde und welche Art von Informationen durchgeflossen sind. Als eine einleitende Analyse der Verkehrsdaten aus der 50-jährigen Geschichte des japanischen Kaiserreichs untersucht meine Arbeit sowohl den Inhalt, den Umfang und die Richtung von Informationsflüssen, als auch die zugrunde liegenden ökonomischen, politischen und technologischen Faktoren. Eine solche Auswertung kann unser Verständnis von der Informationskontrolle durch ein modernes Imperium bereichern. Sie kann, wie von Johan Galtung und anderen vorgeschlagen, zur strukturellen Theorie des Imperialismus das empirische Fleisch bilden.