2024/10/01 by Gianni Lidolt, Elisa-Maria Berger, Eva‐Lotta Brakemeier +29 · 1 voice
Health Professions · Psychology · #Psychiatric care and mental health services #Psychology, Coaching, and Therapy #Workplace Health and Well-being
paper · doi:10.1026/1616-3443/a000779
openalex publication_date 2024/10/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/22
Zusammenfassung: Theoretischer Hintergrund: Psychische Störungen sind mit langen Krankheitsausfällen und hohen betrieblichen und gesellschaftlichen Kosten verbunden. Psychotherapeutische Behandlungen können die Arbeitsfähigkeit verbessern und zu einer Reduktion von Arbeitsunfähigkeitstagen führen. Methode: Im Rahmen des KODAP-Projektes (Koordination der Datenerhebung und -auswertung an Forschungs-, Lehr- und Ausbildungsambulanzen für psychologische Psychotherapie) wurden Daten von Patientinnen mit psychischen Störungen ( N = 2823) erhoben und der prädiktive Wert von Patientinnen- und Behandlungsmerkmalen auf den Arbeitsfähigkeitsstatus (arbeitsfähig vs. arbeitsunfähig) nach ambulanter Psychotherapie untersucht. Ergebnisse: Mehr als die Hälfte der zu Therapiebeginn arbeitsunfähigen Patientinnen waren zum Therapieende weiterhin arbeitsunfähig. Das Vorliegen von Arbeitsfähigkeit zum Therapiebeginn, keine Vorbehandlungen und ein höherer Bildungsgrad erhöhten die Wahrscheinlichkeit am Ende der Psychotherapie arbeitsfähig zu sein. Die Reduktion der selbstberichteten Depressivität unterscheidet sich in Abhängigkeit von der Veränderung des Arbeitsfähigkeitsstatus. Schlussfolgerung: Die Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sollte stärker in die Psychotherapieforschung einbezogen werden.