2025/11/12 by Markus Lörz, Birgit Becker · 1 voice
Computer Science · Social Sciences · #Digital literacy in education #Gender and Technology in Education #Sociology and Education Studies
paper · doi:10.1515/zfsoz-2025-2026
openalex created_date 2025/11/12 · openalex publication_date 2025/11/12 · openalex updated_date 2026/07/10
Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob die herkunftsspezifischen Unterschiede in den Computer- und Medienkompetenzen der Schüler*innen in den vergangenen 20 Jahren zu- oder abgenommen haben. Anhand der Unterscheidung von Zugangs- und Nutzungsunterschieden werden verschiedene theoretische Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung digitaler Ungleichheit skizziert. Die theoretischen Überlegungen werden anhand der PISA-Daten für einen Zeitraum von 20 Jahren (2000–2022) überprüft. Deskriptiv lässt sich erkennen, dass sich die Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Ressourcen über die Zeit verbessert haben, aber dass weiterhin herkunftsspezifische Unterschiede in Zugang und Nutzung digitaler Ressourcen bestehen. Auf Basis logistischer Regressionsanalysen und KHB-Effektdekompositionen wird ersichtlich, dass sich die Wirkungszusammenhänge zwischen den verschiedenen Einflussgrößen über die Zeit verändern und die sozialen Unterschiede in den selbsteingeschätzten Computer- und Medienkompetenzen der Schüler*innen in den vergangenen 20 Jahren signifikant zugenommen haben.