2022/01/01 by Johann Wiede · 1 voice
Arts and Humanities · Social Sciences · #European history and politics #German History and Society #Polish Historical and Cultural Studies
paper · doi:10.3726/ja541_169
openalex publication_date 2022/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/05/21
In großer Zahl als Zwangsarbeiter*innen oder KZ-Häftlinge in das nationalsozialistische Deutsche Reich verschleppt, sahen sich die Menschen aus Mittel- und Osteuropa nach der Befreiung durch die Alliierten und der Unterbringung in Lagern / Camps für so genannte Displaced Persons (DPs) vor die Wahl gestellt, nach dem Plan der Alliierten und der UNRRA 1 in ihre stark zerstörten und in die sowjetische Einflusszone eingegliederten Staaten zurückzukehren oder aber seit 1947 zu versuchen, über Kontingentverfahren in die westlichen Staaten der ,Siegermächte‘ auszuwandern. 2 Trotz der Tatsache, dass die Pol*innen neben den Sowjetbürger*innen die größte nationale Gruppe darstellten, gibt es erstaunlich wenige Menschen, die als Überlebende von Konzentrations- und Arbeitslagern, Gefängnissen oder anderen Orten der Zwangsarbeit in ihren Erinnerungen und Autobiographien auch ihre Zeit als DPs in den vier westdeutschen alliierten Besatzungszonen und Österreich zum Thema gemacht haben.