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Körper und Kacheln

2025/01/21 by Anna Carnap, Viktoria Flasche · 1 voice
Computer Science · Social Sciences · #Bioethics and Human Rights Issues #Posthumanist Ethics and Activism #Sociology and Education Studies

paper · doi:10.21240/mpaed/61/2025.01.21.x

openalex publication_date 2025/01/21 · openalex created_date 2025/01/22 · openalex updated_date 2026/07/31

Abstract

Vor dem Hintergrund einer postdigitalen Kultur – der Gleichzeitigkeit und Verstrickung digitaler mit analogen Räumen – kann das Video-Meeting bzw. der digital hergestellte Begegnungsraum nach dem Ende der Pandemie nicht ad acta gelegt werden. Während die Frage nun meistens nicht mehr «digital oder analog?» lautet, sondern hybride Lernumgebungen in vielen Bildungsinstitutionen selbstverständlich und erwünscht sind, bleiben die pädagogischen Implikationen unberücksichtigt oder schwingen lediglich diffus mit. Dieser Beitrag lotet die pädagogischen Handlungs- und Spielräume dieser Entwicklung aus, um sie bildungstheoretisch diskutieren können. Zunächst wird eine rekonstruktive Vorgehensweise vorgestellt, die die technischen, materialen und digitalen Bedingungen des In-Erscheinung-Tretens der Meeting-Teilnehmer:innen in virtuellen Räumen systematisch im Forschungsprozess berücksichtigt. Folgende Fragen leiten die Untersuchung an: Wie ereignet sich Sichtbarkeit mit und auf Zoom? Welche postdigitalen Sichtbarkeits­praktiken zeigen sich in der Anwendung? Im Anschluss diskutiert der Beitrag in reflexiven Schleifen auf die empirische Schnittstelle Zoom die Komputabilität und strukturelle Invisibilisierung von Interaktionsprozessen. Abschliessend wird das Verhältnis zwischen Sichtbarkeit und Gemeinschaftlichkeit im postdigitalen Zustand im Hinblick auf pädagogische Implikationen entfaltet.

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