2026/02/23 by Bernd von Mallinckrodt · 1 voice
paper · doi:10.5281/zenodo.18739931
openalex publication_date 2026/02/23 · openalex created_date 2026/02/24 · openalex updated_date 2026/07/01
Dieses Whitepaper entwickelt eine evidenzbasierte Kybernetik der Singularisierung und integriert zwei zentrale Konzepte: die Ontologie der Schwingung als metatheoretischen Rahmen und den Mallinckrodt-Zyklus als dynamisches Diagnoseinstrument für komplexe adaptive Systeme. Im Zentrum steht die These, dass Systeme nicht an Chaos, sondern an der Extremierung von Ordnung scheitern. Singularisierung wird formal als Zustand beschrieben, in dem Ressourcenkonzentration (C) die Rückkopplungskapazität (Rcap) übersteigt und Exploration (Ex) gegen Null tendiert. Stabilität wird daher nicht als Funktion von Akkumulation, sondern als Balance zwischen Exploration (Ex), Exploitation (El) und Feedback-Integrität (F) modelliert: S(t) = Φ(Ex/El, F) Zur Prävention struktureller Erstarrung wird der Modulare Explorationspuffer (MEP, Ω) eingeführt. Dieser fungiert als kybernetischer Herzschrittmacher, indem er ein strukturelles Mindestniveau an Exploration garantiert (Ex ≥ Ω) und dadurch Resonance Muting verhindert. Das Paper operationalisiert die Diagnose-Kaskade (Gelb – Orange – Rot), definiert einen Singularisierungsindex (Σ) und entwickelt mit dem Executive Stability Index (ESI) ein Governance-Instrument zur quantifizierbaren Resilienzbewertung. Die Arbeit richtet sich an Systemtheoretiker, Governance-Verantwortliche, Organisationsdesigner und Entscheider in Wirtschaft, Politik und Technologie. Sie versteht sich als Beitrag zu einer evidenzbasierten, nicht-ideologischen Stabilitätsforschung im Spannungsfeld von Effizienz, Varianz und struktureller Permeabilität.