2026/01/01 by Mareike König · 1 voice
Arts and Humanities · Social Sciences · #Computational and Text Analysis Methods #Digital Humanities and Scholarship #Libraries and Information Services
paper · doi:10.17175/2026_002
openalex publication_date 2026/01/01 · openalex created_date 2026/02/07 · openalex updated_date 2026/07/01
Wissenschaft ist immer im Werden, nie endgültig. In den Digital Humanities tritt diese Dynamik besonders deutlich hervor. Ihre Forschungsprozesse sind iterativ und offen, sichtbar etwa in explorativen algorithmischen Such- und Analyseverfahren oder in Versionierung und fortlaufender Erweiterung (kollaborativer) digitaler Publikationen. Erkenntnisprozesse können auf diese Weise bewusst instabil gehalten werden. Zugleich erfordern digitale Projekte nachhaltige Weiterentwicklung und Sicherung. Der Beitrag plädiert dafür, Unfertigkeit nicht als Defizit, sondern als erkenntnisförderndes Prinzip zu verstehen. Er diskutiert Chancen und Spannungsfelder und fragt mit Blick auf Anerkennungssysteme, Förderlogiken und Infrastrukturen, welche Bedingungen nötig sind, damit Unfertigkeit als produktiver epistemischer Wert wirksam werden kann.