vix.ing · top · new · best · stats · spec

Hinter den Fassaden. Zwischen kollaborativem Urbanismus und Renditeerwartungen:Logiken von Zwischennutzungsprojekten in Wien

2016/01/01 by Leonie Doppler, Doppler, Leonie, Sandra Eigner +5
Environmental Science · Social Sciences · #Ecology, Conservation, and Geographical Studies #Sociology and Education Studies #Urbanization and City Planning

paper · doi:10.57938/f9550dc2-4d68-4c91-9129-4d3e1e1599d6

openalex publication_date 2016/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/08/01

Abstract

Im Zentrum unserer Untersuchung steht die Frage nach den politischen, ökonomischen und<br/>soziokulturellen Logiken, die das Handeln der an großen Zwischennutzungsprojekten in Wien<br/>beteiligten AkteurInnen prägen. Letztere sind in vier Gruppen zu unterteilen: HauseigentümerInnen,<br/>ZwischennutzerInnen, InitiatorInnen von Zwischennutzungsprojekten ("IntermediärInnen") und die<br/>Stadt Wien als verwaltende und politische Akteurin. Insgesamt erweist sich in allen<br/>AkteurInnengruppen mit Ausnahme der IntermediärInnen, die auch von intrinsischen Motiven<br/>angetrieben werden, die ökonomische Logik als dominant. Soziokulturelle Aspekte spielen lediglich in<br/>Bezug auf die Gestaltung des Stadtbildes eine Rolle, wobei auch hier indirekte ökonomische Effekte<br/>wirksam werden. Politische Motivation ist entgegen der Darstellungen in der Fachliteratur in keiner<br/>der Gruppen maßgeblich relevant. Im Rahmen der Untersuchung werden schließlich Zusammenhänge<br/>zwischen der Organisation von Zwischennutzung in Wien und neoliberalen Tendenzen<br/>aufgezeigt und erklärt, wieso sich Zwischennutzung in Wien laut Stadtforscherin Angelika Fitz als<br/>Ausdruck eines kollaborativen Urbanismus beschreiben lässt. Letztlich zeigt diese Untersuchung auch,<br/>dass die von der Stadt geplante Zwischennutzungsagentur als Chance zu sehen ist, Zwischennutzung<br/>in Wien leichter zugänglich zu organisieren.

Related