2026/03/19 by Scholtes, Wolfgang · 1 voice
Earth and Planetary Sciences · Energy · Environmental Science · #Earth Systems and Cosmic Evolution #Global Energy and Sustainability Research #Sustainable Development and Environmental Policy
paper · doi:10.5281/zenodo.19112631
openalex created_date 2026/02/27 · openalex publication_date 2026/03/19 · openalex updated_date 2026/07/01
Version 5 stellt eine konzeptionelle Konsolidierung und strukturelle Weiterentwicklung des analytischen Rahmens dar, der in früheren Versionen dieser Studie entwickelt wurde. Während Version 4 den biophysikalischen Kern der Analyse erheblich erweitert hat, indem sie die miteinander interagierenden Prozesse des Erdsystems detailliert darstellte, die die regenerative Kapazität des Planeten begrenzen, stärkt Version 5 die theoretische Architektur des Ansatzes, indem sie die historischen und systemischen Ursprünge dieser Dynamiken klarer herausarbeitet. Der einleitende Abschnitt wurde neu strukturiert, um die Kausalkette deutlicher sichtbar zu machen, die Industrialisierung auf der Grundlage fossiler Energie, die Doktrin permanenten Wirtschaftswachstums und die daraus resultierende Destabilisierung planetarer Systeme miteinander verbindet. Ein neuer erster Teil rekonstruiert die historische Flucht aus den klassischen malthusianischen Grenzen durch fossile Energie, analysiert die Ausweitung von Weltbevölkerung und Konsum innerhalb der industriellen Zivilisation und zeigt, wie diese Prozesse einen Zustand globaler ökologischer Übernutzung hervorgebracht haben. Anstatt Umweltkrisen als voneinander getrennte Risiken zu betrachten, verortet Version 5 die Destabilisierung von Klima, Ozeanen, Böden, hydrologischen Systemic und der Biosphäre innerhalb der strukturellen Dynamik einer wachstumsabhängigen Industrieökonomie, die innerhalb eines endlichen planetaren Systems operiert. Die moderne Malthusianische Falle wird daher präzisiert als ein systemischer Zustand, der aus der Wechselwirkung zwischen den Wachstumsimperativen der industriellen Zivilisation und den ökologischen Grenzen des Erdsystems entsteht. In diesem Zustand beginnen die Mechanismen, die einst eine beispiellose wirtschaftliche Expansion ermöglichten, zunehmend jene ökologischen Grundlagen zu untergraben, auf denen diese Expansion beruht.