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Eine endlose Finanzkrise? Die kapitalistische Weltwirtschaft zwischen Transformation und Refiguration

2025/03/01 by Stefan Schmalz · 1 voice
Economics, Econometrics and Finance · Social Sciences · #Housing, Finance, and Neoliberalism #Political Economy and Marxism #Economic Theory and Policy

paper · pdf · doi:10.1007/s11609-025-00555-6

Abstract

Zusammenfassung Die Weltwirtschaft hat seit den 1990er-Jahren eine Reihe von Finanzkrisen durchlaufen, deren Häufigkeit und Intensität in der Nachkriegsgeschichte bisher unbekannt waren. Diese „endlose Krise“ wird meist mit der Finanzialisierung der Volkswirtschaften in Nordamerika, Europa und anderen OECD-Ländern in Verbindung gebracht. In dem Artikel wird der räumlichen Verfasstheit des globalen (Finanzmarkt‑)Kapitalismus eine entscheidende Rolle für die Entstehung der „endlosen Krise“ zugemessen. Zum einen hat sich der Schwerpunkt der globalen Industrieproduktion nach Asien, insbesondere nach China verlagert; hierdurch ist eine krisenhafte transnationale Konstellation entstanden, bei der das anglo-amerikanisch geprägte globale Finanzsystem auf die chinesische Industrie- und Finanzwirtschaft aufsetzt und beide Systeme wechselseitig interagieren. Zum anderen hat die zunehmende Transnationalisierung von Wirtschaft und Staatlichkeit dazu beigetragen, dass – im Unterschied zur Großen Depression 1929–1933 – auf große Krisen durch ein verzweigtes Netzwerk von Zentralbanken und Regierungsinstitutionen koordinierter reagiert wird und so die Resilienz der kapitalistischen Weltwirtschaft gestiegen ist. Diese Konstellation wird mithilfe weltsystemtheoretischer und raumsoziologischer Heuristiken analysiert. Dabei werden drei unterschiedliche Perioden von Transformation und Refiguration herausgearbeitet, die die „endlose Krise“ geprägt haben.

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