2012/04/24 by Stutzer, Erich
#610 Medical sciences #Bildungsniveau #Demografischer Wandel #Fachkräftemangel #Familie #Familienbewusste Personalpolitik #Familienfreundlichkeit in Unternehmen #Feminisierung im Arztberuf #Kompetenzzentrum Beruf & #Kosten-Nutzen-Analyse #Medicine #Vereinbarkeit Beruf und Familie
paper · doi:10.3205/zma000804
Familienfreundlichkeit wird heute als wesentliche Zukunftsfrage für Unternehmen diskutiert und Investitionen in eine familienbewusste Personalpolitik gelten als zukunftsweisende Entscheidungen in Unternehmen. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer zukunftsfähigen Personalpolitik in Zeiten zurückgehender Erwerbspersonenzahlen, eines zunehmenden Fachkräftemangels und der Alterung der Belegschaften. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen werden ein Schlüssel im Wettbewerb um Personal. Bei der Wahl des Arbeitgebers ist Familienfreundlichkeit ein wichtiges Thema geworden. Erwerbsbeteiligung und Qualifikation von Frauen, insbesondere von Müttern haben sich stark erhöht. Zur Umsetzung und Realisierung des Erwerbswunsches bedürfen sie allerdings Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Familienbewusste Maßnahmen führen nachweislich zu einer höheren Mitarbeiterproduktivität. Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter steigen, Fehlzeiten gehen zurück, die Humankapitalakkumulation erhöht sich. Handlungsfelder für familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen reichen von Arbeitszeit- und Organisationsfragen über Elternzeit und Wiedereinstiegsprogramme, unterschiedlichen Kinderbetreuungsangeboten bis hin zu Serviceleistungen für Familien. Zukünftig dürfte mit der demographischen Entwicklung aber auch die Frage nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege immer wichtiger werden, genauso wie der Erhalt der Qualifikation und Arbeitskraft der älter werdenden Belegschaft. Familienfreundlichkeit ist Teil der gesamten Unternehmenskultur.