2018/01/01 by Jan Stenger, Stenger, Jan
Arts and Humanities · Social Sciences · #Classical Antiquity Studies #Historical and Architectural Studies #Religious Tourism and Spaces
paper · pdf · doi:10.17171/4-7-3
openalex publication_date 2018/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01
Dieser Artikel erörtert, in welcher Weise die Altertumswissenschaften das Konzept der Heterotopie verwenden können, um physische ebenso wie ideelle Räume in antiken Kulturen zu analysieren. Michel Foucault hat den Begriff der Heterotopie aufgegriffen, um Räume und Orte zu bezeichnen, die real existieren, aber sich in auffälliger Weise vom umgebenden Raum unterscheiden und diesen spiegeln, negieren und umkehren. Zunächst werden die von Foucault aufgestellten Kriterien solcher anderen Orte vorgestellt und das Konzept der Heterotopie kritisch diskutiert, bevor Anwendungsmöglichkeiten in den Altertumswissenschaften skizziert werden. Schließlich wird als Beispiel gezeigt, wie Foucaults Ansatz helfen kann, die Ideologie und Praxis des asketischen Mönchtums im griechischen Osten der Spätantike zu verstehen.