2007/01/01 by Uta Andrea Balbier, Balbier, Uta Andrea
Social Sciences · #Bundesrepublik Deutschland #DDR #European history and politics #Federal Republic of Germany #German Democratic Republic (GDR) #German Social Sciences and History #Leistungsorientierung #Leistungssport #Paradigma #Planerfüllung #Planung #Planungsprozess #Public Administration and Political Analysis #Sport #Staat #Vergleich #Wettbewerb #achievement orientation #comparison #competition #competitive sports #exertion of government pressure #fulfillment of quotas (GDR) #government control #national state #paradigm #planning #planning process #sports #staatliche Einflussnahme #staatliche Lenkung
paper · pdf · doi:10.12759/hsr.32.2007.1.137-153
openalex publication_date 2007/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/28
Das DDR-Sportsystem wurde auf der Vorstellung gegründet, dass sportliche Leistung planbar sei. Der Artikel analysiert, welche staatlichen, wissenschaftlichen und koordinierenden Organe im DDR-Sport an diesem Planungsprozess beteiligt waren und wie sich Planungsvorstellungen im Laufe der 1960er Jahre wandelten. In einem zweiten Schritt zeigt die Autorin, wie sich durch die Konkurrenzsituation zwischen beiden deutschen Staaten und dem planungsfreundlichen Klima der 1960er Jahre, auch in der Bundesrepublik langsam der Glaube an die Planbarkeit sportlicher Spitzenleistungen durchsetzte. Dies führte dazu, dass nun auch im westdeutschen Sport neue wissenschaftliche und staatliche Organe als Träger dieses Planungsprozesses entstanden. Da beide Sportsystem in ihrer Entwicklung somit vergleichbaren Paradigmen folgten, kam es im Laufe der 1960er Jahre zu einer Annäherung der beiden deutschen Leistungssportsysteme.